Dienstag, 2. August 2016

Aus aktuellem Anlass - Sommerpause

Es lächelt der See,
er ladet zum Bade.

Friedrich Schiller


Seit dieser Woche sind nun endlich auch bei uns in Bayern Ferien. Juhu!
Ich verabschiede mich in eine Sommerpause, im September komme ich wieder, versprochen. Vielleicht auch ab und an mal früher. Auf jeden Fall wird es hier ruhiger werden. Familienzeit ist angesagt und ich freue mich sehr!
Auf Instagram gibt´s in dieser blogfreien Zeit immer mal wieder einen kleinen Schnappschuß, falls Ihr auf dem Laufenden bleiben wollt. Hier könnt Ihr mich finden: Instagram.

Euch allen wünsche ich einen wunderbaren Sommer! Lasst es Euch gut gehen! 
Dankeschön das Ihr hier immer bei mir seid, ich freue mich wirklich sehr darüber!

Auf bald
Eure Katrin

Montag, 25. Juli 2016

Gedanken

Es kommt näher, immer näher!!! Ich bin echt betroffen. Dieses letzte Wochenende, nein, eigentlich die ganze letzte Woche macht mich fassungslos. Der Amoklauf im Zug bei Würzburg, eine Strecke die wir schon oft gefahren sind. 
Am Freitag, wir warten nichtsahnend auf unseren Familienfilm, als plötzlich die Meldungen über die Geschehnisse von München beginnen. Für die Ferien hatten wir uns München als Ausflugsziel vorgenommen, ich wollte den Kindern meine wunderbaren Kindheitsereignisse in München hautnah vorführen. Meine Kids wollen nicht mehr nach München.
Am Samstag haben wir meine Stiefschwester mit ihrer Familie bei meinen Eltern getroffen. Es war so ein herzliches Wiedersehen, haben einen wundervollen Abend miteinander verbracht. Wir sehen uns leider nicht sehr oft, sie wohnt ein ganzes Stückchen weg, in Reutlingen.
Sonntagmittag, wir sind unterwegs nach Dinkelsbühl. Ich möchte mit meinen Kindern die Theatervorstellung "Ronja Räubertochter" ansehen. Die Jungs möchten lieber zum Ansbach Open Air an diesem Abend wo Joris, Philipp Dittberner und Gregor Meyle auftreten. Ich war fast versucht Karten zu besorgen, doch vor uns liegt die letzte Schulwoche dieses Schuljahres. Die Jungs wären eindeutig zu spät ins Bett gekommen, also habe ich mich dagegen entschieden. Wir verbringen einen wundervollen Nachmittag im Dinkelsbühler Theater und danach bei meinen Schwiegereltern.

Als wir gestern abend nach Hause kommen, liest mir mein Mann die Schreckenstat von Reutlingen vor, ich muss gleich an meine Schwester denken.
Heute morgen im Kindergarten, es ist noch wenig los und die Erzieherin erzählt mir von dem Selbstmörder von Ansbach gestern abend beim Ansbach Open Air. 
Ich bin geschockt!
Kaum zu Hause angekommen, ruft mich mein Mann völlig aufgelöst von der Arbeit an. Er hat Redebedarf zu dem Thema. Ich kann noch nicht viel dazu sagen. Ich war ihm, glaube ich, gerade keine große Hilfe. 

Alles so nah, so nah an meinen Gefühlen! Ich kann es einfach nicht verstehen, ich begegne jedem mit Toleranz und Respekt. Mein Motto ist, jeder so wie er will ohne Anderen damit zu schaden. Für mich ist das so unverständlich, warum möchte man Mitmenschen mit in den Tod nehmen? Warum Kindern die Mütter entreißen oder umgekehrt? Warum überhaupt das Alles?

Es fällt mir so schwer meinen Kindern zu erklären was das sein soll. Ich weiß es ja selbst nicht. Es macht mich betroffen und unsagbar traurig. 
Da tritt meine angeschlagenen Gesundheitssituation, ich plage mich seit letzten Mittwoch mit einer schmerzhaften Mandelentzündung rum, völlig in den Hintergrund. 
Die Zeugnisnote von Sohn Nummer Zwei, die jetzt wohl doch die Schlechtere wird, weil er auf der Kippe steht, macht mir überhaupt nichts aus.
Ich bin froh, das wir leben, das es uns gut geht, das wir uns haben. Ich bin dankbar auf dem Land zu leben (was ich ehrlich gesagt nicht sehr oft bin). 
Ich bin überfordert mit der ganzen Situation und möchte mir eigentlich keine Gedanken zu so schrecklichen Taten machen müssen.

Ich möchte das es aufhört, die Hetzerei gegenüber anderen Mitmenschen. Ich möchte das die abscheulichen Verbrechen an der Menschheit aufhören.
Ich möchte Frieden für Alle und Jeden!!!

Ich muss jetzt ganz schnell was finden um mich Abzulenken von diesen Gedanken. Ich kann es nicht ändern, aber es macht mich fertig! Und genau das ist was diese Verrückten wollen!

Ich werde jetzt lesen, den ganzen Vormittag lang bis meine Kinder heimkommen. Ich koche ihnen was Schönes und strahle sie an, ich lasse ihnen Eisgeld da wenn ich auf die Arbeit gehe und gebe jedem von ihnen einen Kuß, ob er will oder nicht! Und ich weiß jetzt schon das ich mich auf mutmachende Aufklärungsgespräche mit meinen Kindern freuen kann. Denn sie sind von Grund auf optimistisch, und das tut mir gut. Aufgehoben sein in einem stabilen, von Liebe geprägten, sozialen Umfeld. Das ist das was wir jetzt brauchen. Und ich bin froh in einem solchen zu leben.

Danke, das ich meine Gedanken mit Euch teilen darf! Es tut mir sehr gut, sie hier niederzuschreiben!
Lasst Es Euch gut gehen und passt gut auf Euch auf!

Eure Katrin